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Mitreden: Kultur und Politik

Otto Dix: Scharfer Beobachter einer Welt aus den Fugen

Wilhelm Heinrich Otto Dix wird am 2. Dezember 1891 in Untermhaus bei Gera geboren und stammt aus einer Arbeiterfamilie – ein Umstand, den er zeit seines Lebens stark betont. Nach einer Lehrzeit als Dekorationsmaler studiert er an der Kunstgewerbeschule in Dresden. Im Ersten Weltkrieg meldet sich Dix als Freiwilliger zum Kriegsdienst und dient über die vier Kriegsjahre hinweg an unterschiedlichen Fronten im Osten und im Westen.

Sein Stil bildet sich auf der Grundlage einer profunden Kenntnis der Kunstgeschichte, im Studium der Alten Meister aber auch durch sein eigenes Erleben im Umfeld der beiden Weltkriege. Er entwickelt seinen eigenständigen, gegenständlichen, veristischen Stil, der polarisiert und klar Position bezieht.

In den zwanziger Jahren hat Dix damit großen Erfolg, er wechselt von Dresden nach Düsseldorf, bekommt eine Professur in Dresden und wird an die Preußische Akademie der Künste berufen. Im Nationalsozialismus gilt Dix als „entartet“, viele seiner Bilder werden beschlagnahmt. Er selber zieht sich zurück in die innere Emigration nach Süddeutschland. Am 25. Juli 1969 verstirbt Dix in Singen am Hohentwiel.

Viele seiner Bilder haben unsere Sicht auf den ersten Weltkrieg und die zwanziger Jahre geprägt: der Graphikzyklus „Der Krieg“ (1924), der das Geschehen im Rückblick aufarbeitet oder die Bildnisse von Sylvia Harden (1929) und Anita Berber (1925) ebenso wie das Triptychon „Großstadt“ (1927/28).

Otto Dix: Scharfer Beobachter einer Welt aus den Fugen

224S33401
Wochenendseminar
Leitung
Dr. Carmen Putschky (Kunsthistorikerin)
Kosten
€ 40,00 / ermäßigt € 30,00 / mit Hannover-Aktiv-Pass € 20,00
Termin
  • Sa. 15.10.22 09:45–16:45 Uhr
7 UStd.
Max. 12 Teilnehmer*innen
Es sind nur noch wenige Plätze frei

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